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Eulenthal

Aus Enzyklopädie der Nationen

Das Fürstentum Eulenthal, kurz Eulenthal, ist ein in Mittelantica gelegener Binnenstaat, der gemeinhin als Kleinstaat gilt.

Das Fürstentum hat als mittelbare Nachbarn im Norden, Nordwesten und Westen Ratelon, im Süden Usitien, im Südosten Isteran und im Osten und Nordosten Dreibürgen. Flächenmäßig ist es einer der kleinsten Staaten der Welt. Obwohl flächenmäßig größer als Valsanto, hat es nur etwa die Hälfte an Einwohnern. Mit einer daraus resultierenden Bevölkerungsdichte von etwa 18 Personen pro Quadratkilometer ist es insbesondere abseits der Ballungszentren spärlich besiedelt.

Das heutige Fürstentum geht zurück auf ein Verteidigungs- und Versorgungsbündnis von ursprünglich sechs Grafen, die einen von Ihnen, den Grafen von Creutzburg, zum Fürsten erhoben. Der Feudalismus ist bis heute teilweise in Gestalt der Junkerstellen vertreten, seine letzten größeren Anteile wurden aber durch die Verfassung von 1927 abgeschafft. Mit der bis heute geltenden Verfassung von 1938 wurde das Grundprinzip der parlamentarisch bestimmten Regierung eingeführt.

Das Eulenthal ist ein Fürstentum, dessen Thron nach dem testamentarischen Wunsch des vorigen Fürsten vererbt wird.[3] Es ist eine konstitutionelle Erbmonarchie mit Versammlungsregierung. De facto Amtssprache ist das Imperianische, wobei durch zahlreiche lokale Eigenheiten von der Standardsprache abgewichen wird.

Öffentliche Debatten im Fürstentum sind geprägt von einer gewissen Ungleichheit in der Einkommensverteilung sowie der Trägheit von Verwaltung und Gesellschaft in Anbetracht von Reformen.

Geographie

Ausdehnung und Grenzen

Das Eulenthal ist mit seiner Fläche von 4.663,33 km² einer der kleinsten Staaten der Erde. Es besitzt ausschließlich mittelbare Grenzen zu seinen Nachbarn. Von diesen liegt Ratelon im Norden, Nordwesten und Westen, Usitien im Süden, Isteran im Südosten und Dreibürgen im Osten und Nordosten.

In Nord-Süd-Richtung dehnt sich das Staatsgebiet von ca. 45,6° nördlicher Breite am Ende des Ostewinkels bis ca. 44,4° südöstlich von Nakamp in der Creutzburger Junkerei auf ca. 96 Kilometer, in Ost-West-Richtung von ca. 18,5° am Creutzjoch bis ca 16,5° westlich von Vordereulenbrück auf ca. 145 Kilometer aus.

Das Eulenthal liegt vollständig innerhalb der Zeitzone +1.

Landschaftsgliederung

Das eigentliche Eulental, in der Regel in Vorderes und Hinteres Eulental unterteilt, macht etwas weniger als die Hälfte der Landesfläche aus. Es erstreckt sich vom Zusammenfluss der Weste und der Oste zur namensgebenden Eule und weiter an ihrem Flusslauf entlang, bis zur Staatsgrenze im Westen, und umfasst dabei den überwiegenden Teil der Grafschaft Eulenbrück sowie Eulenfurts. Bedeutende Zuflüsse der Eule in diesem Abschnitt sind die Pulle im Norden von Eulenfurt sowie der Schönerbach bei Schönbrücken. Das Eulental ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Südöstlich des eigentlichen Eulentals schließt sich der Waienwald an. Dieser dichte, von sanften Hügellandschaften dominierte, Wald ist Zentrum der nationalen Forstwirtschaft und beherbergt mit dem Waienhag einen für die Staatsgeschichte bedeutsamen Ort. Er ist zu großen Teilen deckungsgleich mit der Grafschaft Waien und reicht von Schönquell im Westen bis Wain an der Eppel im Südosten, im Norden wird er begrenzt durch Auend und Waldau.

Im Süden von Creutzburg findet sich die landwirtschaftlich bedeutende Creutzburger Junkerei. Sie umfasst eine gleichmäßige Hochebene, die zum Norden von den Ausläufern des Creutzjochs begrenzt wird. Die etwas unterhalb dessen Gipfel entspringende Eppel ist das bedeutendste Gewässer der Region und fließt im weiteren Verlauf durch Eppelbrück bis zur westlichen Begrenzung der Junkerei bei Wain a. d. Eppel.

Nördlich des Creutzjochs und südlich vom Westespitz ist der Westeborn gelegen, der vollständig zur Grafschaft Westenfeld gehört. An seinem östlichen Ende entspringt die Weste, die über mehrere Kaskaden im Westersturz (nahe des gleichnamigen Ortes) schließlich über die Westenfelder Kurve in die Westerauen fließt.

Die Westerauen, im Zentrum des Landes gelegen, haben als weitgehend naturbelassene Auenlandschaft den größten Anteil am Hochwasserschutz. Lediglich in ihren Randgebieten findet eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung statt. Sie beginnen, der Fließrichtung der sie durchfließenden Weste folgend, bei Westenfeld im Osten und erstrecken sich bis nach Gemau im Nordwesten. Im Norden werden sie von Westerau, im Süden von Eppelwangen begrenzt. Im Gebiet der Westerauen münden die Eppel und die Bene in die Weste.

Nördlich der Westerauen erheben sich die Brüdergipfel von Großgeminer und Kleingeminer. Sie gelten als markante Landmarken und grenzen die Obstanbaugebiete Benesiefen, Bongertal und Ostewinkel voneinander und vom Rest des Landes ab.

Östlich des Kleingeminers befindet sich Benesiefen, das als Flusstal von der Bene durchquert wird, die aus Feere und Brinke bei Benekon mündet. Es liegt vollständig im Gebiet der Grafschaft Westenfeld.

Nördlich der zwei Gipfel liegt das Bongertal, das größtenteils der Grafschaft Ostenacker angehört. Besondere Tradition hat der Apfelanbau.

Im Westen des Großgeminers liegt mit dem Ostewinkel das Flusstal der Oste, die in dessen Norden bei Ostquell entspringt. Im Westen wird der Ostewinkel durch die Ausläufer der Osterspitze begrenzt, im Süden durch Ostenacker beziehungsweise die Mündung von Oste und Weste zur Eule. Er gehört in seiner Gesamtheit zur Grafschaft Ostenacker.

Klima

Das Eulenthal liegt vollständig in der gemäßigten Zone, was insgesamt etwa gleich lange Jahreszeiten beschert. Föhnwinde verlängern die Vegetationszeit jedoch etwas in den Frühling und Herbst hinein. Aufgrund der geringen Ausdehnung sind die regionalen klimatischen Unterschiede weniger stark ausgeprägt als in größeren Staaten.

Temperaturen von unter minus 15 Grad im Winter sind selten, im Sommer liegen diese im Mittel zwischen 18 und 28 Grad. Die jährlichen Niederschlagsmengen liegen im Bereich von 800 bis 1.200 Millimeter.

Flora und Fauna

Die alpine Baumgrenze im Gebiet des Eulenthals liegt etwa bei 1.600 Metern, weshalb die höchsten Gipfel keine Bewaldung aufweisen. Die ansonsten üppige Bewaldung der Berghänge hat ihre größten Ausnahmen an Großgeminer und Kleingeminer, deren felsartiger Charakter bereits ab etwa 1.400 beziehungsweise 1.200 Metern kaum Bewuchs zulässt. Höhere Gebirgslagen sind folglich vorwiegend durch Büsche und Gräser geprägt.

Die verschiedenen Talräume weisen allesamt fruchtbare Böden auf, bedingt durch die ganzjährig wasserreichen Flüsse Eule, Oste, Weste und Bene. In den Westerauen hat sich, nach zwischenzeitlicher landwirtschaftlicher Nutzung, eine natürliche Auenlandschaft entwickelt, die durch Anteile von Auwald und Schwemm- und Feuchtwiesen geprägt ist.

Größter Waldraum außerhalb der Gebirgslagen ist der Waienwald, der als beforsteter Mischwald vorliegt. Landwirtschaftliche Nutzung erfahren vor allem im Getreideanbau die Creutzburger Junkerei und das Eulental, wobei erstere mit drohender Trockenheit zu kämpfen hat. In Ostewinkel, Bongertal und Benesiefen sind Obstpflanzen zahlreich.

Prominentestes Tier der Gegend sind verschiedene Arten von Eulen, die bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben dürften. Darüber hinaus sind einige weitere Vogelarten nachgewiesen.

In und an den Fließgewässern sind Frösche, Kröten und Molche beheimatet, ebenso wie verschiedene Fisch- und einige wenige Krebsarten. In den Westerauen finden sich einige Biber und Otter.

Neben Schlangenarten finden sich unter den Landtieren auch zwei große Raubtiere: der Luchs und in deutlich geringerem Maße der Wolf. Braunbärpopulationen sind seit mindestens 200 Jahren nicht mehr vorhanden, zuletzt fanden diese sich im Waienwald. Zu den größeren vertretenen Säugetieren gehören Dachse, Füchse, Murmeltiere und Wildkatzen.

Unter den Huftieren sind Gämse, Rothirsch und Reh prägend. Populationen von Wildschweinen sind in den bewaldeten Gegenden nachgewiesen.

Ergänzt wird der Tierbestand durch zahlreiche Arten von Kleinsäugern und eine erhebliche Menge an Insektenarten.

Ballungsräume

Landesname

Geschichte

Frühgeschichte

Antike

Mittelalter

Aufklärung

Neuzeit

Bevölkerung

Demographie

Sprachen

Religion

Politik

Verfassung

Exekutive

Legislative

Judikative

Grafschaften und Gemeinden

Junkerstellen

Rechtssystem und Polizei

Außenpolitik

Streitkräfte

Erziehungspolitik

Wirtschaft

Außenhandel

Staatsetat

Medien

Presse

Radio

Fernsehen

Infrastruktur

Individualverkehr

Eisenbahn

Luftfahrt und Binnenschifffahrt

Telekommunikation

Kultur

Musik

Theater

Literatur

Bildende Kunst und Architektur

Kulinarik

Sport

Feiertage

siehe auch

Einzelnachweise

  1. gem. Art. 38 Abs. 2 der Verfassung ist die "Landeskirche [...] eine christlich-reformierte Kirche", de facto ist dies heute die bäuerliche Erntekirche
  2. Wahlzensus 2023
  3. gem. Art. 3 Abs. 1 der Verfassung