Eulenthal: Unterschied zwischen den Versionen
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|STAATSRELIGION = [[bäuerliche Erntekirche]]<ref>gem. Art. 38 Abs. 2 der [https://xn--frstentum-eulenthal-59b.de/index.php?article/1-verfassung-des-f%C3%BCrstentums-eulenthal/ Verfassung] ist die "Landeskirche [...] eine christlich-reformierte Kirche", ''de facto'' ist dies heute die bäuerliche Erntekirche</ref> | |STAATSRELIGION = [[bäuerliche Erntekirche]]<ref>gem. Art. 38 Abs. 2 der [https://xn--frstentum-eulenthal-59b.de/index.php?article/1-verfassung-des-f%C3%BCrstentums-eulenthal/ Verfassung] ist die "Landeskirche [...] eine christlich-reformierte Kirche", ''de facto'' ist dies heute die bäuerliche Erntekirche</ref> | ||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
=== Frühgeschichte === | === Frühgeschichte & Antike === | ||
Ärchaologische Funde deuten auf eine Besiedlung des heutigen Eulenthals bereits in der Jungsteinzeit (5. Jahrtausend v. Chr.) hin. Insbesondere die fruchtbaren, aber geschützten Täler Ostewinkel, Bongertal und Benesiefen scheinen beliebter Siedlungsboden gewesen zu sein. | Ärchaologische Funde deuten auf eine Besiedlung des heutigen Eulenthals bereits in der Jungsteinzeit (5. Jahrtausend v. Chr.) hin. Insbesondere die fruchtbaren, aber geschützten Täler Ostewinkel, Bongertal und Benesiefen scheinen beliebter Siedlungsboden gewesen zu sein. | ||
Spätestens im Jahr 10 v. Chr. geriet das heutige Eulenthal unter die Herrschaft des alten [[Medianisches Imperium|Medianischen Imperiums]]. Im 1. Jhd. n. Chr. wurde die heutige Creutzburger Junkerei durch eine Heeresstraße durchquert. | Spätestens im Jahr 10 v. Chr. geriet das heutige Eulenthal unter die Herrschaft des alten [[Medianisches Imperium|Medianischen Imperiums]]. Im 1. Jhd. n. Chr. wurde die heutige Creutzburger Junkerei durch eine Heeresstraße durchquert. | ||
=== Mittelalter === | === Mittelalter === | ||
Nach dem Zerfall des Medianischen Imperiums etablierten sich regionale Herrschaften, die schließlich spätestens im 11. Jhd. in den sechs ursprünglichen Grafschaften [[Grafschaft Auend|Auend]], [[Grafschaft Creutzburg|Creutzburg]], [[Grafschaft Eulenbrück|Eulenbrück]], [[Grafschaft Ostenacker|Ostenacker]], [[Grafschaft Waien|Waien]] und [[Grafschaft Westenfeld|Westenfeld]]. | |||
Um das Jahr 1440 herum kam es schließlich zum [[Waienhag#Schwur|Schwur auf dem Waienhag]], bei dem die übrigen fünf sich untereinander und insbesondere dem Grafen von Creutzburg die Treue schworen und ihn zu ihrem Fürsten erhoben. Dieses Verteidigungs- und Versorgungsbündnis gilt als Grundlage des heutigen Staatswesens. | |||
=== Aufklärung === | === Aufklärung === | ||
1641 erreichte das in den Jahren zuvor begonnene Wirken des Reformators [[Ignaz Ebeli]] seinen Höhepunkt, als die von ihm begründete [[bäuerliche Erntekirche]] die Duldung der fürstlichen Stellen erfuhr. | |||
1730 starben die [[Grafen von Auend]] in ihrer männlichen Linie aus. Die Grafschaft wurde anschließend zwischen den Grafschaften Waien und Eulenbrück aufgeteilt, einige Teile, darunter Eulenfurt, vielen an den Fürsten selbst. | |||
1731 wurde auf Bestreben von [[Ædelbraus Dokkerthaim]] der Ort Eulenfurt (gemeinsam mit einigen umliegenden Orten) mittels Fürstlichem Statut zu einem selbstverwalteten Gebiet erhoben, dass eine eigene [[Freie Universität Eulenfurt|Universität]] für das Eulenthal beherbergen sollte. Bis heute steht die Stadt unter unabhängiger, universitärer Verwaltung. | |||
1738 erhob der Fürst die bäuerliche Erntekirche schließlich zur Landeskirche und sich zu ihrem Schutzherrn, was zu einer behutsamen Professionalisierung der zuvor ausschließlich als Laienkirche verfassten Erntekirche führte. | |||
=== Neuzeit === | === Neuzeit === | ||
Feudalismus und Lehenswesen blieben im Fürstentum verhältnismäßig lange ausgeprägt. Erst mit der [[Verfassung von 1927 (Eulenthal)|Verfassung von 1927]] verlagerte sich das politische Gewicht eindeutig zum Parlament und die letzten größeren feudalistischen Anteile im Staatswesen wurden abgeschafft. Eine Ausnahme bildeten die [[Junkerstelle (Eulenthal)|Junkerstellen]], die auch durch die [[Verfassung von 1938 (Eulenthal)|Verfassung von 1938]] nicht in größerem Maße beschnitten wurden. Ganz im Gegenteil wurden den Grafschaften jedoch nahezu alle Selbstverwaltungsrechte genommen und auf Landes- und Gemeindeebene aufgeteilt. | |||
== Bevölkerung == | == Bevölkerung == | ||
Der letzte Census aus dem Jahr 2023 ergab eine Gesamtbevölkerung von 107.364 Einwohnern<ref>[https://xn--frstentum-eulenthal-59b.de/index.php?article/26-wahlzensus-2023/ Wahlzensus 2023]</ref>. Die daraus resultierende Bevölkerungsdichte von etwa 18 Einwohnern pro km² zählt zu den geringeren der Region. Fast 40% der Einwohner leben in den drei größten Städten Eulenfurt, Creutzburg und Wain a. d. Eppel. | |||
Die bevölkerungsreichsten Grafschaften sind Westenfeld (27.452) und Creutzburg (24.124). Es folgen in ähnlicher Größenordnung die Freie Stadt Eulenfurt (23.544) und die Grafschaft Waien (21.092). Mit deutlich weniger Einwohnern liegen am Ende der Liste die Grafschaften Ostenacker (7.104) und Eulenbrück (4.048). | |||
=== Demographie === | === Demographie === | ||
Das Bevölkerungswachstum bewegt sich seit Jahrzehnten im Bereich von 0 bis 0,3%. Statistisch liegt 2023 die Zahl der Geburten je gebärfähiger Person bei 2,1 Kindern. Die Sterberate im selben Zeitraum lag bei 11,75‰. | |||
2023 verteilte sich die Bevölkerung wie folgt: | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ Bevölkerungsstruktur | |||
|- | |||
! Alter !! Anteil !! <small>davon männlich</small> !! <small>davon weiblich</small> !! <small>davon divers</small> | |||
|- | |||
| 0 bis 14 Jahre (Kinder) || 15.431 (14,39%) || <small>8.152 (15,19%)</small> || <small>7.270 (13,71%)</small> || <small>9 (1,37%)</small> | |||
|- | |||
| 15 bis 24 Jahre (Jugendliche) || 17.670 (16,46%)|| <small>8.473 (15,78%)</small> || <small>9.012 (17,00%)</small> || <small>185 (28,12%)</small> | |||
|- | |||
| 25 bis 64 Jahre (Erwerbstätige) || 53.486 (49,85%) || <small>27.291 (50,84%)</small> || <small>25.731 (48,53%)</small> || <small>464 (70,52%)</small> | |||
|- | |||
| 65+ Jahre (Senioren) || 20.777 (19,3%) || <small>9.766 (18,19%)</small> || <small>11.011 (20,77%)</small> || <small>0 (0%)</small> | |||
|- | |||
| '''gesamt''' || '''107.364 (100%)''' || '''<small>53.682 (50,0%)</small>''' || '''<small>53.024 (49,4%)</small>''' || '''<small>658 (0,6%)</small>''' | |||
|} | |||
=== Sprachen === | === Sprachen === | ||
Gemäß Artikel 6 der Verfassung des Fürstentums Eulenthal ist das Imperianische die Amtssprache<ref>gem. Art. 6 der [https://xn--frstentum-eulenthal-59b.de/index.php?article/1-verfassung-des-f%C3%BCrstentums-eulenthal/ Verfassung]</ref>. Sie bildet auch die einzig verbreitete Verkehrssprache. Einzelne höfische Tradition greifen auf das alt-medianische oder merolische zurück. | |||
Vom Standard-Imperianischen gibt es dennoch eine größere Zahl an Eigenheiten und Abweichungen, sowohl was die Schrift- als auch die Aussprache angeht. Ebenso gibt es Unterschiede im Wortschatz<ref>SimOff: Der Wortschatz lehnt sich stark an [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Helvetismen Helvetismen] an.</ref>. Das "ß" wird in der Großzahl der Fälle als "ss" geschrieben. | |||
=== Religion === | === Religion === | ||
Da im Rahmen des Wahlcensus keine Daten außer Alter, Geschlecht und Wohnsitz erhoben werden, sind genaue Zahlen über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung schwierig zu erlangen. Da jedoch entscheidende Standesänderungen, insbesondere Eheschließungen, nach wie vor ausschließlich über die Religionsgemeinschaften möglich sind (der Staat kennt keine Zivilehe), ist der Anteil der Konfessionslosen im Fürstentum als eher klein zu bewerten. | |||
Untersuchungen und Erhebungen im Auftrag der [[Landeskirchenverwaltung (Eulenthal)|Landeskirchenverwaltung]] sind etwa zu folgenden Schätzungen gekommen: | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ Religionen im Eulenthal (Schätzung) | |||
|- | |||
! Konfession !! Anteil !! in % | |||
|- | |||
| [[bäuerliche Erntekirche]] || 85.386 || 79,53% | |||
|- | |||
| Protestantisch <br><small>(außer Erntekirchlich)</small> || 7.687 || 7,16% | |||
|- | |||
| Juden || 6.098 || 5,68% | |||
|- | |||
| Valsanto-Katholisch || 4.917 || 4,58% | |||
|- | |||
| Muslime || 1.717 || 1,6% | |||
|- | |||
| Sonstige || 858 || 0,8% | |||
|- | |||
| Konfessionslose || 701 || 0,65% | |||
|} | |||
== Politik == | == Politik == | ||
Das politische System des Eulenthals ist in der Praxis von einer gewissen Stabilität geprägt, die durch eine hohe gesellschaftliche Integration unterstützt wird. Entscheidungen und Regelungen, die in anderen Staaten als paternalistisch wahrgenommen würden, gelten im Eulenthal zu großen Teilen als akzeptiert und zum Wohle der Gemeinschaft notwendig. | |||
=== Verfassung === | === Verfassung === | ||
Die [[Verfassung von 1938 (Eulenthal)|Verfassung von 1938]] etabliert das Fürstentum als eine konstitutionelle Erbmonarchie mit dem Fürsten von Eulenthal [[Tyron von Creutzburg]] als Staatsoberhaupt. Vererbt wird der Fürstenhut gemäß der testamentarischen Festlegung des vorigen Fürsten. Die Regierungsform ist weiter geprägt durch demokratische und parlamentarische Elemente. Besonderes Merkmal ist das vollständige Fehlen einer dedizierten Regierung als eigenständigem Organ. | |||
Die Verfassung besteht aus zehn ''Hauptstück'' genannten Kapiteln, in denen neben der Staats- und Gebietsorganisation auch die Rechte und Pflichten der Bürger behandelt werden. Aus der Staatsform der Monarchie ergeben sich Anteile des Adels an der Gesetzgebung ([[Hochrat (Eulenthal)|Hochrat]]) und Reste feudalistischer Elemente in den [[Junkerstelle (Eulenthal)|Junkerstellen]]. | |||
==== Exekutive ==== | ==== Exekutive ==== | ||
Der größte Anteil der Verfassungsregeln zur Exekutive findet sich im ''Siebten Hauptstück'' der Verfassung. Mit Ausnahme der Außenpolitik, die größtenteils beim Fürsten persönlich liegt, ist die Landesverwaltung in der Praxis den Ausschüssen des Parlaments (und dort insbesondere der [[Thalversammlung (Eulenthal)|Thalversammlung]]) untergeordnet. | |||
Die alltägliche Verwaltungsleitung haben die Leiter der [[Oberste Landesbehörde (Eulenthal)|obersten Landesbehörden]], die Fürstliche Beamte sind. Sie können vom Parlament jederzeit suspendiert werden und richten sich in ihrer Arbeit in der Regel nach den durch den entsprechenden Ausschuss aufgestellten, politischen Leitlinien. | |||
==== Legislative ==== | ==== Legislative ==== | ||
==== Judikative ==== | ==== Judikative ==== | ||
=== Grafschaften und Gemeinden === | === Grafschaften und Gemeinden === | ||
=== Junkerstellen === | === Junkerstellen === | ||
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=== Streitkräfte === | === Streitkräfte === | ||
=== Erziehungspolitik === | === Erziehungspolitik === | ||
== Wirtschaft == | == Wirtschaft == | ||
=== Außenhandel === | === Außenhandel === | ||
Aktuelle Version vom 21. Mai 2026, 20:57 Uhr
| Fürstentum Eulenthal | |||||
| |||||
| Wahlspruch: Sic parvis magna (alt-medianisch für „Großes aus kleinen Ursprüngen“) | |||||
| Amtssprache | imperianisch[1] | ||||
| Hauptstadt | de iure: keine de facto: Creutzburg | ||||
| Staats- und Regierungsform | konstitutionelle Erbmonarchie mit Versammlungsregierung | ||||
| Staatsoberhaupt | Fürst Tyron | ||||
| Regierungschef | Amt existiert nicht | ||||
| Regierung | de iure: keine de facto: Ausschüsse der Thalversammlung | ||||
| Parlament(e) | Parlament des Fürstentums Eulenthal (Thalversammlung und Hochrat) | ||||
| Staatsreligion | bäuerliche Erntekirche[2] | ||||
| Fläche | 5.920 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 107.364 (2023)[3] | ||||
| Bevölkerungsdichte | 18 Einwohner pro km² | ||||
| Bevölkerungsentwicklung | + 0,1 % (Schätzung für 2021 bis 2023) | ||||
| Währung | Eulentaler (Etl.) | ||||
| Nationalhymne | An drei Flüssen leben wir | ||||
| Zeitzone | UTC±1 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | EUL | ||||
| Internet-TLD | .eule | ||||
| Telefonvorwahl | +521 | ||||
Das Fürstentum Eulenthal, kurz Eulenthal, ist ein in Mittelantica gelegener Binnenstaat, der gemeinhin als Kleinstaat gilt.
Das Fürstentum hat als mittelbare Nachbarn im Norden, Nordwesten und Westen Ratelon, im Süden Usitien, im Südosten Isteran und im Osten und Nordosten Dreibürgen. Flächenmäßig ist es einer der kleinsten Staaten der Welt. Obwohl flächenmäßig größer als Valsanto, hat es nur etwa die Hälfte an Einwohnern. Mit einer daraus resultierenden Bevölkerungsdichte von etwa 18 Personen pro Quadratkilometer ist es insbesondere abseits der Ballungszentren spärlich besiedelt.
Das heutige Fürstentum geht zurück auf ein Verteidigungs- und Versorgungsbündnis von ursprünglich sechs Grafen, die einen von Ihnen, den Grafen von Creutzburg, zum Fürsten erhoben. Der Feudalismus ist bis heute teilweise in Gestalt der Junkerstellen vertreten, seine letzten größeren Anteile wurden aber durch die Verfassung von 1927 abgeschafft. Mit der bis heute geltenden Verfassung von 1938 wurde das Grundprinzip der parlamentarisch bestimmten Regierung eingeführt.
Das Eulenthal ist ein Fürstentum, dessen Thron nach dem testamentarischen Wunsch des vorigen Fürsten vererbt wird.[4] Es ist eine konstitutionelle Erbmonarchie mit Versammlungsregierung. De facto Amtssprache ist das Imperianische, wobei durch zahlreiche lokale Eigenheiten von der Standardsprache abgewichen wird.
Öffentliche Debatten im Fürstentum sind geprägt von einer gewissen Ungleichheit in der Einkommensverteilung sowie der Trägheit von Verwaltung und Gesellschaft in Anbetracht von Reformen.
Geographie
Ausdehnung und Grenzen
Das Eulenthal ist mit seiner Fläche von 4.663,33 km² einer der kleinsten Staaten der Erde. Es besitzt ausschließlich mittelbare Grenzen zu seinen Nachbarn. Von diesen liegt Ratelon im Norden, Nordwesten und Westen, Usitien im Süden, Isteran im Südosten und Dreibürgen im Osten und Nordosten.
In Nord-Süd-Richtung dehnt sich das Staatsgebiet von ca. 45,6° nördlicher Breite am Ende des Ostewinkels bis ca. 44,4° südöstlich von Nakamp in der Creutzburger Junkerei auf ca. 96 Kilometer, in Ost-West-Richtung von ca. 18,5° am Creutzjoch bis ca 16,5° westlich von Vordereulenbrück auf ca. 145 Kilometer aus.
Das Eulenthal liegt vollständig innerhalb der Zeitzone +1.
Landschaftsgliederung
Das eigentliche Eulental, in der Regel in Vorderes und Hinteres Eulental unterteilt, macht etwas weniger als die Hälfte der Landesfläche aus. Es erstreckt sich vom Zusammenfluss der Weste und der Oste zur namensgebenden Eule und weiter an ihrem Flusslauf entlang, bis zur Staatsgrenze im Westen, und umfasst dabei den überwiegenden Teil der Grafschaft Eulenbrück sowie Eulenfurts. Bedeutende Zuflüsse der Eule in diesem Abschnitt sind die Pulle im Norden von Eulenfurt sowie der Schönerbach bei Schönbrücken. Das Eulental ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt.
Südöstlich des eigentlichen Eulentals schließt sich der Waienwald an. Dieser dichte, von sanften Hügellandschaften dominierte, Wald ist Zentrum der nationalen Forstwirtschaft und beherbergt mit dem Waienhag einen für die Staatsgeschichte bedeutsamen Ort. Er ist zu großen Teilen deckungsgleich mit der Grafschaft Waien und reicht von Schönquell im Westen bis Wain an der Eppel im Südosten, im Norden wird er begrenzt durch Auend und Waldau.
Im Süden von Creutzburg findet sich die landwirtschaftlich bedeutende Creutzburger Junkerei. Sie umfasst eine gleichmäßige Hochebene, die zum Norden von den Ausläufern des Creutzjochs begrenzt wird. Die etwas unterhalb dessen Gipfel entspringende Eppel ist das bedeutendste Gewässer der Region und fließt im weiteren Verlauf durch Eppelbrück bis zur westlichen Begrenzung der Junkerei bei Wain a. d. Eppel.
Nördlich des Creutzjochs und südlich vom Westespitz ist der Westeborn gelegen, der vollständig zur Grafschaft Westenfeld gehört. An seinem östlichen Ende entspringt die Weste, die über mehrere Kaskaden im Westersturz (nahe des gleichnamigen Ortes) schließlich über die Westenfelder Kurve in die Westerauen fließt.
Die Westerauen, im Zentrum des Landes gelegen, haben als weitgehend naturbelassene Auenlandschaft den größten Anteil am Hochwasserschutz. Lediglich in ihren Randgebieten findet eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung statt. Sie beginnen, der Fließrichtung der sie durchfließenden Weste folgend, bei Westenfeld im Osten und erstrecken sich bis nach Gemau im Nordwesten. Im Norden werden sie von Westerau, im Süden von Eppelwangen begrenzt. Im Gebiet der Westerauen münden die Eppel und die Bene in die Weste.
Nördlich der Westerauen erheben sich die Brüdergipfel von Großgeminer und Kleingeminer. Sie gelten als markante Landmarken und grenzen die Obstanbaugebiete Benesiefen, Bongertal und Ostewinkel voneinander und vom Rest des Landes ab.
Östlich des Kleingeminers befindet sich Benesiefen, das als Flusstal von der Bene durchquert wird, die aus Feere und Brinke bei Benekon mündet. Es liegt vollständig im Gebiet der Grafschaft Westenfeld.
Nördlich der zwei Gipfel liegt das Bongertal, das größtenteils der Grafschaft Ostenacker angehört. Besondere Tradition hat der Apfelanbau.
Im Westen des Großgeminers liegt mit dem Ostewinkel das Flusstal der Oste, die in dessen Norden bei Ostquell entspringt. Im Westen wird der Ostewinkel durch die Ausläufer der Osterspitze begrenzt, im Süden durch Ostenacker beziehungsweise die Mündung von Oste und Weste zur Eule. Er gehört in seiner Gesamtheit zur Grafschaft Ostenacker.
Klima
Das Eulenthal liegt vollständig in der gemäßigten Zone, was insgesamt etwa gleich lange Jahreszeiten beschert. Föhnwinde verlängern die Vegetationszeit jedoch etwas in den Frühling und Herbst hinein. Aufgrund der geringen Ausdehnung sind die regionalen klimatischen Unterschiede weniger stark ausgeprägt als in größeren Staaten.
Temperaturen von unter minus 15 Grad im Winter sind selten, im Sommer liegen diese im Mittel zwischen 18 und 28 Grad. Die jährlichen Niederschlagsmengen liegen im Bereich von 800 bis 1.200 Millimeter.
Flora und Fauna
Die alpine Baumgrenze im Gebiet des Eulenthals liegt etwa bei 1.600 Metern, weshalb die höchsten Gipfel keine Bewaldung aufweisen. Die ansonsten üppige Bewaldung der Berghänge hat ihre größten Ausnahmen an Großgeminer und Kleingeminer, deren felsartiger Charakter bereits ab etwa 1.400 beziehungsweise 1.200 Metern kaum Bewuchs zulässt. Höhere Gebirgslagen sind folglich vorwiegend durch Büsche und Gräser geprägt.
Die verschiedenen Talräume weisen allesamt fruchtbare Böden auf, bedingt durch die ganzjährig wasserreichen Flüsse Eule, Oste, Weste und Bene. In den Westerauen hat sich, nach zwischenzeitlicher landwirtschaftlicher Nutzung, eine natürliche Auenlandschaft entwickelt, die durch Anteile von Auwald und Schwemm- und Feuchtwiesen geprägt ist.
Größter Waldraum außerhalb der Gebirgslagen ist der Waienwald, der als beforsteter Mischwald vorliegt. Landwirtschaftliche Nutzung erfahren vor allem im Getreideanbau die Creutzburger Junkerei und das Eulental, wobei erstere mit drohender Trockenheit zu kämpfen hat. In Ostewinkel, Bongertal und Benesiefen sind Obstpflanzen zahlreich.
Prominentestes Tier der Gegend sind verschiedene Arten von Eulen, die bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben dürften. Darüber hinaus sind einige weitere Vogelarten nachgewiesen.
In und an den Fließgewässern sind Frösche, Kröten und Molche beheimatet, ebenso wie verschiedene Fisch- und einige wenige Krebsarten. In den Westerauen finden sich einige Biber und Otter.
Neben Schlangenarten finden sich unter den Landtieren auch zwei große Raubtiere: der Luchs und in deutlich geringerem Maße der Wolf. Braunbärpopulationen sind seit mindestens 200 Jahren nicht mehr vorhanden, zuletzt fanden diese sich im Waienwald. Zu den größeren vertretenen Säugetieren gehören Dachse, Füchse, Murmeltiere und Wildkatzen.
Unter den Huftieren sind Gämse, Rothirsch und Reh prägend. Populationen von Wildschweinen sind in den bewaldeten Gegenden nachgewiesen.
Ergänzt wird der Tierbestand durch zahlreiche Arten von Kleinsäugern und eine erhebliche Menge an Insektenarten.
Ballungsräume
Bei über 105.000 Einwohnern leben knapp 30% in den beiden größten Städten Eulenfurt und Creutzburg. Nimmt man mit Wain a. d. Eppel die drittgrößte Stadt hinzu, sind es fast 40%.
| Nr. | Ballungsraum | umfasste Gemeinden | Einwohner |
|---|---|---|---|
| 1. | Wain a. d. Eppel | Wain a. d. Eppel, Vodenhain, Obereppelau, Eppelwangen, (Eppelbrück) | 24.479 (28.197 mit Eppelbrück) |
| 2. | Eulenfurt | Eulenfurt, Pulleneck, Auend, Schönbrücken, (Ostenacker) | 23.725 (29.041 mit Ostenacker) |
| 3. | Creutzburg | Creutzburg, Hofcreutzen, Obercreutzjoch, Eppelbrück | 22.156 |
| 4. | Westenfeld | Westenfeld, Westersturz, Westerau, Benekon | 14.680 |
Der größte Ballungsraum Wain a. d. Eppel ist vor allem in der Industrie und Logistik bedeutend. Eulenfurt als Universitätsstadt ist ein Zentrum der Forschung, Creutzburg als de facto Hauptstadt des Eulenthals ist Zentrum von Verwaltung und Diplomatie.
Landesname
Dem Gründungsmythos des Fürstentums nach, wurde der Name "Eulenthal" von einem der sechs ursprünglichen Grafen am Schwur auf dem Waienhag vorgeschlagen. Nach oder während der Schwurleistung ertönte aus der Richtung einer nahestenden, einzelnen Eiche ein Eulenruf. Dieser soll die Inspiration zur Namensgebung des neuen Staates gegeben haben.
Wahrscheinlicher ist die Benennung des Landes (wie auch des Tals und des Flusses) nach den, im Vergleich zu anderen Gegenden der Region, häufigeren Eulensichtungen.
Geschichte
Frühgeschichte & Antike
Ärchaologische Funde deuten auf eine Besiedlung des heutigen Eulenthals bereits in der Jungsteinzeit (5. Jahrtausend v. Chr.) hin. Insbesondere die fruchtbaren, aber geschützten Täler Ostewinkel, Bongertal und Benesiefen scheinen beliebter Siedlungsboden gewesen zu sein.
Spätestens im Jahr 10 v. Chr. geriet das heutige Eulenthal unter die Herrschaft des alten Medianischen Imperiums. Im 1. Jhd. n. Chr. wurde die heutige Creutzburger Junkerei durch eine Heeresstraße durchquert.
Mittelalter
Nach dem Zerfall des Medianischen Imperiums etablierten sich regionale Herrschaften, die schließlich spätestens im 11. Jhd. in den sechs ursprünglichen Grafschaften Auend, Creutzburg, Eulenbrück, Ostenacker, Waien und Westenfeld.
Um das Jahr 1440 herum kam es schließlich zum Schwur auf dem Waienhag, bei dem die übrigen fünf sich untereinander und insbesondere dem Grafen von Creutzburg die Treue schworen und ihn zu ihrem Fürsten erhoben. Dieses Verteidigungs- und Versorgungsbündnis gilt als Grundlage des heutigen Staatswesens.
Aufklärung
1641 erreichte das in den Jahren zuvor begonnene Wirken des Reformators Ignaz Ebeli seinen Höhepunkt, als die von ihm begründete bäuerliche Erntekirche die Duldung der fürstlichen Stellen erfuhr.
1730 starben die Grafen von Auend in ihrer männlichen Linie aus. Die Grafschaft wurde anschließend zwischen den Grafschaften Waien und Eulenbrück aufgeteilt, einige Teile, darunter Eulenfurt, vielen an den Fürsten selbst.
1731 wurde auf Bestreben von Ædelbraus Dokkerthaim der Ort Eulenfurt (gemeinsam mit einigen umliegenden Orten) mittels Fürstlichem Statut zu einem selbstverwalteten Gebiet erhoben, dass eine eigene Universität für das Eulenthal beherbergen sollte. Bis heute steht die Stadt unter unabhängiger, universitärer Verwaltung.
1738 erhob der Fürst die bäuerliche Erntekirche schließlich zur Landeskirche und sich zu ihrem Schutzherrn, was zu einer behutsamen Professionalisierung der zuvor ausschließlich als Laienkirche verfassten Erntekirche führte.
Neuzeit
Feudalismus und Lehenswesen blieben im Fürstentum verhältnismäßig lange ausgeprägt. Erst mit der Verfassung von 1927 verlagerte sich das politische Gewicht eindeutig zum Parlament und die letzten größeren feudalistischen Anteile im Staatswesen wurden abgeschafft. Eine Ausnahme bildeten die Junkerstellen, die auch durch die Verfassung von 1938 nicht in größerem Maße beschnitten wurden. Ganz im Gegenteil wurden den Grafschaften jedoch nahezu alle Selbstverwaltungsrechte genommen und auf Landes- und Gemeindeebene aufgeteilt.
Bevölkerung
Der letzte Census aus dem Jahr 2023 ergab eine Gesamtbevölkerung von 107.364 Einwohnern[6]. Die daraus resultierende Bevölkerungsdichte von etwa 18 Einwohnern pro km² zählt zu den geringeren der Region. Fast 40% der Einwohner leben in den drei größten Städten Eulenfurt, Creutzburg und Wain a. d. Eppel.
Die bevölkerungsreichsten Grafschaften sind Westenfeld (27.452) und Creutzburg (24.124). Es folgen in ähnlicher Größenordnung die Freie Stadt Eulenfurt (23.544) und die Grafschaft Waien (21.092). Mit deutlich weniger Einwohnern liegen am Ende der Liste die Grafschaften Ostenacker (7.104) und Eulenbrück (4.048).
Demographie
Das Bevölkerungswachstum bewegt sich seit Jahrzehnten im Bereich von 0 bis 0,3%. Statistisch liegt 2023 die Zahl der Geburten je gebärfähiger Person bei 2,1 Kindern. Die Sterberate im selben Zeitraum lag bei 11,75‰.
2023 verteilte sich die Bevölkerung wie folgt:
| Alter | Anteil | davon männlich | davon weiblich | davon divers |
|---|---|---|---|---|
| 0 bis 14 Jahre (Kinder) | 15.431 (14,39%) | 8.152 (15,19%) | 7.270 (13,71%) | 9 (1,37%) |
| 15 bis 24 Jahre (Jugendliche) | 17.670 (16,46%) | 8.473 (15,78%) | 9.012 (17,00%) | 185 (28,12%) |
| 25 bis 64 Jahre (Erwerbstätige) | 53.486 (49,85%) | 27.291 (50,84%) | 25.731 (48,53%) | 464 (70,52%) |
| 65+ Jahre (Senioren) | 20.777 (19,3%) | 9.766 (18,19%) | 11.011 (20,77%) | 0 (0%) |
| gesamt | 107.364 (100%) | 53.682 (50,0%) | 53.024 (49,4%) | 658 (0,6%) |
Sprachen
Gemäß Artikel 6 der Verfassung des Fürstentums Eulenthal ist das Imperianische die Amtssprache[7]. Sie bildet auch die einzig verbreitete Verkehrssprache. Einzelne höfische Tradition greifen auf das alt-medianische oder merolische zurück.
Vom Standard-Imperianischen gibt es dennoch eine größere Zahl an Eigenheiten und Abweichungen, sowohl was die Schrift- als auch die Aussprache angeht. Ebenso gibt es Unterschiede im Wortschatz[8]. Das "ß" wird in der Großzahl der Fälle als "ss" geschrieben.
Religion
Da im Rahmen des Wahlcensus keine Daten außer Alter, Geschlecht und Wohnsitz erhoben werden, sind genaue Zahlen über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung schwierig zu erlangen. Da jedoch entscheidende Standesänderungen, insbesondere Eheschließungen, nach wie vor ausschließlich über die Religionsgemeinschaften möglich sind (der Staat kennt keine Zivilehe), ist der Anteil der Konfessionslosen im Fürstentum als eher klein zu bewerten.
Untersuchungen und Erhebungen im Auftrag der Landeskirchenverwaltung sind etwa zu folgenden Schätzungen gekommen:
| Konfession | Anteil | in % |
|---|---|---|
| bäuerliche Erntekirche | 85.386 | 79,53% |
| Protestantisch (außer Erntekirchlich) |
7.687 | 7,16% |
| Juden | 6.098 | 5,68% |
| Valsanto-Katholisch | 4.917 | 4,58% |
| Muslime | 1.717 | 1,6% |
| Sonstige | 858 | 0,8% |
| Konfessionslose | 701 | 0,65% |
Politik
Das politische System des Eulenthals ist in der Praxis von einer gewissen Stabilität geprägt, die durch eine hohe gesellschaftliche Integration unterstützt wird. Entscheidungen und Regelungen, die in anderen Staaten als paternalistisch wahrgenommen würden, gelten im Eulenthal zu großen Teilen als akzeptiert und zum Wohle der Gemeinschaft notwendig.
Verfassung
Die Verfassung von 1938 etabliert das Fürstentum als eine konstitutionelle Erbmonarchie mit dem Fürsten von Eulenthal Tyron von Creutzburg als Staatsoberhaupt. Vererbt wird der Fürstenhut gemäß der testamentarischen Festlegung des vorigen Fürsten. Die Regierungsform ist weiter geprägt durch demokratische und parlamentarische Elemente. Besonderes Merkmal ist das vollständige Fehlen einer dedizierten Regierung als eigenständigem Organ.
Die Verfassung besteht aus zehn Hauptstück genannten Kapiteln, in denen neben der Staats- und Gebietsorganisation auch die Rechte und Pflichten der Bürger behandelt werden. Aus der Staatsform der Monarchie ergeben sich Anteile des Adels an der Gesetzgebung (Hochrat) und Reste feudalistischer Elemente in den Junkerstellen.
Exekutive
Der größte Anteil der Verfassungsregeln zur Exekutive findet sich im Siebten Hauptstück der Verfassung. Mit Ausnahme der Außenpolitik, die größtenteils beim Fürsten persönlich liegt, ist die Landesverwaltung in der Praxis den Ausschüssen des Parlaments (und dort insbesondere der Thalversammlung) untergeordnet.
Die alltägliche Verwaltungsleitung haben die Leiter der obersten Landesbehörden, die Fürstliche Beamte sind. Sie können vom Parlament jederzeit suspendiert werden und richten sich in ihrer Arbeit in der Regel nach den durch den entsprechenden Ausschuss aufgestellten, politischen Leitlinien.
Legislative
Judikative
Grafschaften und Gemeinden
Junkerstellen
Rechtssystem und Polizei
Außenpolitik
Streitkräfte
Erziehungspolitik
Wirtschaft
Außenhandel
Staatsetat
Medien
Presse
Radio
Fernsehen
Infrastruktur
Individualverkehr
Eisenbahn
Luftfahrt und Binnenschifffahrt
Telekommunikation
Kultur
Musik
Theater
Literatur
Bildende Kunst und Architektur
Kulinarik
Sport
Feiertage
siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ gem. Art. 6 der Verfassung
- ↑ gem. Art. 38 Abs. 2 der Verfassung ist die "Landeskirche [...] eine christlich-reformierte Kirche", de facto ist dies heute die bäuerliche Erntekirche
- ↑ Wahlzensus 2023
- ↑ gem. Art. 3 Abs. 1 der Verfassung
- ↑ Wahlzensus 2023
- ↑ Wahlzensus 2023
- ↑ gem. Art. 6 der Verfassung
- ↑ SimOff: Der Wortschatz lehnt sich stark an Helvetismen an.

